Verstehen . Verbinden . Verantworten

Bildung für sexuelle Selbstbestimmung

Sexualerziehung in der Joan-Mirò-Grundschule

Mädchen und Jungen haben keine Schuld.

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Wenn Kinder Hilfe brauchen:

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Mädchen und Jungen haben Rechte.

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Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Essen und Trinken. 

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Du darfst nein sagen, wenn Dich jemand anfassen und küssen will. 

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Bitte um Hilfe, wenn Dir jemand Angst macht, Dich schlägt oder zu etwas zwingen willst. 

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Du hast ein Recht auf Schutz. Erwachsene müssen helfen. 

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Sexualerziehung in der Grundschule


Der gesetzliche Erziehungsauftrag der Schule umfasst die Sexualerziehung als einen bedeutenden und unverzichtbaren Bestandteil der altersgerechten Erziehung. Sexualerziehung in der Schule berührt einen sehr persönlichen Bereich der Kinder und Jugendlichen, weshalb Lehrende und Erziehende mit hoher Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein Themen der menschlichen Sexualität aufgreifen, vermeiden oder umgehen sollten.  Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ergibt sich den Kinder- und Menschenrechten und basiert auf einem Bildungsansatz, der Vorurteile und Diskriminierung bewusst und abbaut. 

Verhaltenskodex

1. Wir begegnen uns mit Respekt und bewahren die Privatsphäre anderer.

2. Wir sprechen uns mit richtigem Namen an.

3. Wir nutzen keinen Zielkonflikt aus.

4. Wir sehen, wenn jemand schlecht behandelt wird und schreiten ein.

5. Wir geben unseren Schülerinnen und Schülern Rückhalt.

6. Wir reden nicht übereinander und verbreiten keine Gerüchte.

7. Wir haben keine Bilder und Lieder mit gewalttätigen und rassistischen Inhalten.

8. Wir veröffentlichen kein Bildmaterial.

9. Wir nehmen jedes nonverbale Stopp-Signal ernst.

10. Wir kleiden uns nach unserem Geschmack.

11. Wir fragen nach, bevor wir jemanden berühren. 

12. Wir zeigen uns nicht unbekleidet. 

13. Wir führen keine Gespräche allein bei geschlossener Tür.

14. Wir teilen keine Süßigkeiten oder machen Geschenke.

15. Wir kontakten nicht über Facebook, Instagram und WhatsApp.

16. Wir treffen uns nicht privat mit Schülerinnen und Schülern.

Pubertät . Sexualität . Partnerschaft

für alle eine Zeit der Neuorientierung

  1. Hinsehen . Zuhören . Nachfragen
  2. Beraten lassen
  3. Handeln

Psychische Entwicklung

Die Adoleszenz (lat. Heranwachsen) markiert das Ende der Kindheit und den Beginn des Erwachsenenlebens und stellt für alle Jugendlichen eine Phase der Neuorientierung dar. Der Junge wird biologisch zum Mann das Mädchen zur Frau. Das alters- und entwicklungsbedingte Streben nach Unabhängigkeit und mehr Selbstbestimmung kann Kombination mit den elterlichen Begrenzungen zu konfliktreichen Auseinandersetzungen führen.

Jugendliche mit Downsyndrom (Trisomie 21) erkennen deutlich, wie viel begleitende Hilfe und Unterstützung sie aufgrund ihrer Beeinträchtigung benötigen. Häufig machen sie frustrierende Erfahrungen durch widersprüchliche kognitive Denkprozesse zwischen subjektiven Wünschen und objektiven Notwendigkeiten. 

Physische Entwicklung

In der Pubertät zeigen Jugendliche mit Down-Syndrom zusätzliche Beeinträchtigungen in ihren sprachlichen und motorischen Fähigkeiten, da das Kleinhirn lediglich etwa 60 % der üblichen Größe erreicht was sich auf flüssige Bewegungsabläufe auswirkt. Zudem neigen sie zu einer starken Gewichtszunahme. Häufig ziehen sie sich zurück, da sie aufgrund von Zurückweisung und mangelndem Verständnis die Erfahrung machen, nicht mehr aktiv teilnehmen können. Stattdessen richten sie ihre Aufmerksamkeit auf das Musikhören, die Kommunikation in sozialen Netzwerken oder das Spielen im Internet.

Partnerschaft und Kinderwunsch

Die Aufgabe in der Sexualerziehung ist es, mit Jungen und Mädchen Fragen zu Partnerschaft und Prävention von gesundheitlichen Risiken und nicht nur zur Empfängnisverhütung zu besprechen.

Viele Kinder und Jugendlichen ist nicht nur die Partnerschaft wichtig, sie wollen ein Baby - kein Kind bekommen und heiraten. Modelle für das Leben als Erwachsene (Berufstätigkeit, Alleinerziehung, Wohnformen) sollten empathisch den Klischeebildern von Familie in Medien (Werbung) und Spielzeug (Barbie) gegenüber gestellt werden.

Sexualerziehung

Mädchen und Jungen mit Downsyndrom zeigen Verstimmungen, Gereiztheit, Unsicherheiten, sowie die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale wie alle Jugendlichen.

Durch die Diskrepanzen in der physischen, psychischen und kognitiven Entwicklung >>große Offenheit und Vertrauen anderer Menschen gegenüber<< können SPEZIELLE Probleme die Jugendlichen selbst, aber auch für ihre Eltern, Fach- und Lehrkräfte aufkommen:

  • Begrüßungs- und Umgangsformen: Verwandte, Freunde, Fremde
  • Freundschaft + Zärtlichkeit: eine Partnerschaft zum Erzählen, Tanzen, Schmusen und Küssen - geprägt durch Social Media
  • Genitalsexualität: das Erfüllen von sexuellen Bedürfnissen - hat häufig bei Menschen mit DS einen nachrangigen Wert
  • Kinderwunsch: Mädchen mit DS können schwanger werden (Frauenarztbesuch), Jungen mit DS gelten steril
  • Körperpflege:  Gesichtsrasur, Intimbereich
  • Masturbation ist Privatsphäre: von 95% der Jungen ohne DS / 50% der Jungen mit DS und 60% der Mädchen ohne DS / 30% der Mädchen mit DS - wird das nicht beachtet - was andere stört
  • Monatshygiene: Präventive Vorbereitung im familiären und schulischen Kontext, um Ängste und Verunsicherungen zu vermeiden
  • Nähe + Distanz: klare Kriterien um Missbrauch zu vermeiden - in kritischen Situationen lernen verbal zu reagieren - Hau ab! - Ich schrei! - Wissen wo Hilfe zu finden ist.


Lesenswert . . .

  • Die Frau in ihrem Körper - Körperorientierte Selbsterfahrung während der Pubertät - Lintzen, B. , Middendorf-Greife, H. (2021) . Baltmansweiler 
  • Kleine Mädchen - Starke Mädchen - Spiele und Fantasiereisen, die mutig und selbstbewusst machen. München
  • Sex ist für Brokkoli, nur anders - Ein Aufklärungsbuch für die ganze Familie . München
  • Sexualerziehung von Anfang an - Gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule - Arbeitskreis Grundschule - Der Grundschulverband e.V. Frankfurt am Main

Ziele

Selbstbestimmtes und verantwortungsbewusstes Verhalten fördern, um einen selbstbewussten Umgang mit dem eigenen Körper und der eigenen Sexualität zu ermöglichen, die Entwicklung der sexuellen und geschlechtlichen Identität zu unterstützen und für ein partnerschaftliches Leben zu sensibilisieren. Damit ist Bildung zu Akzeptanz sexueller Vielfalt ein wesentlicher Baustein zur Prävention von physischer und psychischer Gewalt wie Mobbing aufgrund der sexuellen Identität. (SenBJW 10.07.2015)

Schlüsselkompetenzen

Die Kinder erwerben Wissen über den menschlichen Körper und seine Funktionen zur Sexualität und Fortpflanzung. Dazu gehört das Wissen über die Entstehung und Verhütung von Schwangerschaften sowie zur Gesunderhaltung des Körpers. Die Schülerinnen setzen sich unter anderem mit Themen wie Freundschaft, Partnerschaft, Liebe und Familie auseinander. Dabei wird die Vielfalt der Lebensweisen, sexuellen Orientierungen und Geschlechter berücksichtigt. Sie lernen, Orientierungen vom sozialen und biologischen Geschlecht sowie der Geschlechtsidentität unterscheiden. Schülerinnen und Schüler können ihre Bedürfnisse und Gefühle wahrnehmen und ausdrücken sowie eigene Grenzen und die anderer. Sie setzen sich mit ihrem Sprachgebrauch auseinander und entwickeln ein Verständnis für ihre Körpersprache Sie untersuchen die Verfügbarkeit Darstellung von Körperidealen sowie Sexualität in den Medien und reflektieren ihren eigenen Umgang damit. Auf diese Weise erwerben Schülerinnen Schüler die notwendigen Kompetenzen für ein vorurteilsfreies und diskriminierungsbewusstes miteinander sowie Füreinander aller an der Schule Beteiligten. 

Fächerverbindende Lernmöglichkeiten

§ 12 (7) SchulG Berlin - Die schulische Sexualerziehung ergänzt die Sexualerziehung durch die Erziehungsberechtigten.

Ihr Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern das ihrem Alter und ihrer Reife angemessene Wissen über biologische und gesellschaftliche Zusammenhänge sowie die Vielfalt der Lebensweisheiten und unterschiedlichen kulturellen Werte und Normen zu vermitteln und sie zu selbstbestimmtem und verantwortlichem Handeln gegenüber sich selbst und den anderen in Familie, Partnerschaft und Gesellschaft zu befähigen.

Insbesondere soll das Bewusstsein für ein gewaltfreies, respektvolles Verhalten in gegenwärtigem und zukünftigen persönlichen Beziehungen entwickelt und gefördert werden.

Die Sexualerziehung darf zu keiner einseitigen Beeinflussung führen.

Die Schule hat die Erziehungsberechtigten rechtzeitig und in geeigneter Weise über Ziel, Inhalt und Form der Sexualerziehung zu informieren.

Sicherheit stärken + Sicherheit steigern

Klassenstufe 1 + 2

Eine Entdeckungsreise in die eigenen Gefühle: 

Die große Nein-Tonne

Klassenstufe 1+2 .  www.tpwerkstatt.de

Nächste 1stündige Veranstaltung: Schuljahr 2025/2026

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Umgang mit Fremden

Klassenstufe 1 + 2

Nächste 1 stündige Veranstaltung: Schuljahr 2025/2026

Lesenswert . . .

Am Tag als Papa ein heikles Gespräch . . .
Kling (2021) Aufklärungsbuch 
Alter: 6 bis 10 Jahre

Das große und das kleine Nein
Braun/Wolters (1991)
Alter: 4 bis 6 Jahre

Das kummervolle Kuscheltier 
Lauer/Bley (2006) Fachbuch: Therapie
Alter: 5 bis 7 Jahre

Echte Schätze
Petze-Institut (2012)
Alter: 3 bis 8 Jahre

Gefühle sind wie Farben 
Akili (2011)
Alter: 4 bis 9 Jahre

Ich bin doch keine Zuckermaus

Blattmann (2003)
Alter: 4 bis 9 Jahre

Mein erstes Haus war Mamis Bauch
Blattmann (2007)
Alter: 4 bis 6 Jahre

Mein Körper gehört mir!

Geisler (2002)

Alter: ab 5 Jahren

Peter, Ida und Minimum

Fagerström/Hansson (1979)

Alter: 5 bis 9 Jahre

Schön blöd

Enders (2011)

Alter: 4 bis 6 Jahre

Untenrum: Und wie sagst du?

Peifer/Blatt (2023)

Alter: 3 bis 7 Jahre

Wir können was, was ihr nicht könnt!

Enders (2009)

Alter: 4 bis 7 Jahre

Klassenstufe 3 + 4

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder: Mein Körper gehört mir

Klassenstufe 3 + 4 . www.tpwerkstatt.de

Präsentationsveranstaltung nur für Erwachsene: 26.06.2025 um 18:00 Uhr
3 x 40 min. Veranstaltungen für Kinder:  27.06.2025, 04.07.2025, 11.07.2025 jeweils um 8.00 Uhr

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Lesenswert . . .

Emma schafft es - Schluss mit sexuellem Missbrauch
Kamschroer (2020)
Alter: ab 9 Jahre

Eric schafft es - Schluss mit sexuellem Missbrauch
Kamschroer (2020)
Alter: ab 9 Jahre

Ist das okay? Prävention von sexualisierter Gewalt
Lavoyer (2020)
Alter: 6 bis 12 Jahre

Das kleine Körper ABC - Bestandteil der Medienreihe >>Dem Leben auf der Spur<<
BZaA
Alter: 

Kein Küsschen auf Kommando / kein auf Anfassen Kommando
Mebes (2021)
Alter: 3 bis 10 Jahre

Über Sexualität reden . . .
BZgA 
Alter: zwischen Einschulung + Pubertät

Klassenstufe 5 + 6

Über Kindesmissbrauch sprechen: Trau Dich!

Klassenstufe 5 + 6 . www.multiplikatoren.trau-dich.de

Nächste Veranstaltung: Schuljahr 2025/2026

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Lesenswert . . .

Geschichte: Dem Leben auf der Spur 
BZgA
Alter: Klassenfahrt

Informationen über sexuellen Missbrauch für Eltern
BZgA

Alter:  8 bis 12 Jahre 

Mit Fremden chatten - Schutz vor übergriffigen Online-Kontakten
Schäfer/Zurawaska (2022)
Alter: ab 12 Jahren 

Ein Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung
BZgA
Alter:  Die Zeit der Pubertät  

Ein Ratgeber für Jugendliche
BZgA
Alter:  Die Zeit der Pubertät  

Ein Ratgeber für Eltern
BZgA
Alter:  Die Zeit der Pubertät  

Ein Ratgeber für Fach-/Lehrkräfte
BZgA
Alter:  Die Zeit der Pubertät  

Ein Ratgeber für Fach-/Lehrkräfte
BZgA
Alter:  Die Zeit der Pubertät  

Ideen . Impulse . Inspirationen

Wir handeln und schützen auch nach Unterrichtsschluss . . .

Notruf 110 + 112

Berliner Krisendienst 390 63 20

Hotline Kinderschutz 030 61 00 66

SIBUZ Schulpsychologisches + inklusionspädagogisches Beratungszentrum 030 9029 25 150


KJPD
Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst
030 9029 25 150

Bezirklicher Krisendienst

8.00 bis 18.00 Uhr 

RUF 030 9029 15555
FAX 030 9029 18189

Unsere Partner

Ein Dach, mit 2 pädagogischen Konzepten

Die Joan-Miro-Grundschule ist eine  bilinguale Schule; Deutsch-Spanisch. Das viergeschossige Hauptgebäude aus dem 19. .Jahrhundert liegt mitten in der City-West in Charlottenburg zwischen der Bleibtreu- und Knesebeckstraße.

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Joan Mirò Grundschule

Standort der Europa-Schule Deutsch-Spanisch + Kiezschule

Bleibtreustraße 43

10623 Berlin
[email protected]
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Kontaktieren Sie

Frau Schmidt
FON  +49 030 887 1659-10
FAX   +49 030 887 1659-29


Hr. Wagner . Rektor

Hr. Dr. Herrera . Konrektor
Fr. Ull . Konrektorin
Fr. Wendt . Koordinatorin

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